Warum ein Konzert- und Kongresshaus auf Klein-Venedig eine gigantische Fehlinvestition wäre
Freitag, 12. Februar 2010
Klein-Venedig liegt am Ende einer Sackgasse am äußersten Ende von Konstanz Alle aus Deutschland kommenden Besucher fahren quer durch die Innenstadt. Wenn die Schweiz die Grenze beim Klein-Venedig nicht öffnet, fahren auch die Besucher aus Ri
Aufgenommen: Feb 20, 01:57
Salit aus Heidelberg,
ich wohnte mehrere Jahre als Angeschwemmter auf der Reichenau und bewegte mich sehr oft in Konstanz. Generell habe ich nichts gegen ein Konzert-/Kongresshaus in Konstanz. Es würde der Stadt gut stehen, keine Frage. Ich kenne es so aus anderen Städten, per se nichts unnützes. Doch wieso wird nur die Gegend um 'Klein-Venedig' angehimmelt?
Was wäre mit dem brach liegenden Gelände am Seerhein (great lakes//herosé)? Ist dieses Gelände schon für andere Bebauungen vorgesehen?
Welche alternativen Flächen gibt es noch, die der Stadt &angetragen; werden können als konstruktives Veto: nein zu Klein-Venedig, aber wo anders wo es mit den Menschen und der Umwelt verträglich möglich ist?
oder
sind alle hier per se gegen ein Kultur-/Kongresszentrum in Konstanz?
mit sonnigen Grüssen aus Nordbaden,
Christof Arnold
Salüt aus den Teilorten,
voraussichtlich wird eine Mehrheit gegen das Projekt KKH auf Klein-Venedig stimmen, das ist meine Prognose als Gegner des zur Abstimmung stehenden Projekts. Denn die Frage lautet ja nicht, ob man grundsätzlich gegen ein Konzerthaus sei, sondern ob man das zur Abstimmung stehende Projekt "KKH auf Klein-Venedig" des Gemeinderats, trotz drohender enormer Kosten für Umwelt und Finanzen, Klasse findet. Und da wird es dann tatsächlich breite Ablehnung in der Bevölkerung geben, und zwar ausdrücklich auch von bekennenden Befürwortern eines Konzerthauses, die übrigens auch auf der ersten Versammlung der Bürgerinitiative sprachen, und zwar eine Ablehnung aus einer sehr langen Reihe guter Gründe (siehe diese Webseiten).
Wie man es hätte besser machen können, darüber wird wie immer nach der Abstimmung nachgedacht werden. gespannt bin ich auf jeden Fall!
Viele Grüße, Bernd Sonneck
Die Standortfrage des KKH sollte endlich mal vorbei sein. Die Stadt hat viele Möglichkeiten verschlafen ein Kultur -, Konzert -, Kongresshaus zu bauen.Aber all das Gejammer nützt nichts mehr. Es bleibt nur das Klein Venedig.Alle anderen Standplätze müssten so teuer eingekauft werden, dass kein Geld für den Bau noch übrig bleiben würde.Ein Verkehrsproblem haben wir zwar, aber es wird durch das KKH sicher nicht verschärft werden. Oder brach jemals der Verkehr zusammen, wenn im Konzil die Philharmonie vor ausverkauften Hause spielte, oder zum Oktoberfest tausende von Besuchern zum Klein Venedig strömten, oder Zirkusveranstaltungen oder Messen(GEWA) am Klein Venedig stattfanden? Das sind alles fadenscheinige Begründungen um diesen vermeintlichen Bonzenschuppen zu Fall zu bringen!Hört jetzt endlich auf zu polemisieren und helft mit, dieses Projekt über die Bühne zu bringen!Konstanz liegt noch nicht am A..der Welt, aber bald haben wir ihn erreicht! In Sichtweite ist er schon.
Die Standortfrage des KKH hat der amtierende Gemeinderat beantwortet, auch dazu werden wir am 21. März mit Nein stimmen. Vorbei ist die Frage deshalb natürlich noch lange nicht.
Wessen Leidensdruck zu hoch ist, weil er meint, dass Konstanz am Ende der Welt läge, gehe in sich, suche die Ursache bei sich selbst und ziehe daraus seine persönliche Konsequenz. Wer glaubt, er finde dafür nur äußere Gründe und wolle sie ändern, nur zu. Aber nicht mit unserem Geld und schon garnicht für den Bau des KKH am Klein-Venedig.
Hallo Herr Nabholz,
Ihrem Spruch auf den Plakaten nach zu urteilen, gehen Sie davon aus, dass sich Konstanzer Vereine die Miete für einen Abend KKH leisten könnten. Sollte das der Fall sein, dann wird das Ding so unwirtschaftlich, dass die postulierten 300.000 Euro pro Jahr städtischer Zuschuss endgültig zur Lachnummer werden.
Beste Grüße
Sabine Seeliger
Guten Tag Herr Nabholz, wie ich lese haben Sie nicht ein einziges wirklich erwähnenswertes Argument angeführt, außer Ihrer Angst, Konstanz könnte am Arsch der Welt liegen. Entspringen Ihre kommunalen Minderwertigkeitsgefühle tatsächlich der Tatsache, dass Konstanz kein Konzerthaus hat? Warum trösten Sie sich nicht mit der Tatsache, dass Konstanz ein wirklich einmaliges Konzilgebäude, ein renommiertes Stadttheater, eine außergewöhnliche Altstadt mit vielen historischen Gebäuden und noch eine intakte Vereinslandschaft hat? Und genau damit wird Schluss sein, wenn kein Geld mehr da ist, weil eine angstgetriebene KKH- Truppe zum Sturm auf die Steuergelder bläst. Wie kann es sein, dass bereits zu wenig Geld für das Krankenhaus, für soziale Einrichtungen, Schulen, Radwege und Vereine da ist, kein Zeltfestival mehr veranstaltet werden kann und – man staune – die Sanierung des Konzilgebäudes zunächst auf Eis gelegt wird? Soll dieses historische Gebäude dem Verfall preisgegeben werden, weil ein goldener Tempel her muss? Täte Ihnen das als Präsident der Kameler kein bisschen Leid?
Salve Herr Isele. Ihre Bemerkung über einen „goldenen Tempel“ haben mich etwas verwirrt. Denn bautechnisch würde der von Ihnen postulierte „goldene Tempel“ tatsächlich nur mit einer „goldfarbenen“ Verkleidung bedeckt sein. Mich dünkt es, dass hier eventuell beim Konstanzer Bürger ein unterschwelliger Eindruck entstehen kann (soll?), solch ein „goldener Tempel“ sei per se durch solche „güldenen Unnötigkeiten“ verteuert. In Wirklichkeit würde das „goldene Ding“ sicherlich auch nur ein einfaches Aluminium-Blech sein, welches eine goldfarbige Eloxal-Beschichtung hätte, eventuell alternativ mit einer goldglänzender Auflage beschichtet oder mit einer kupferlegierter Metalauflage platiniert sein könnte. Bei verschleiernden Diskussionen über den „goldenen Tempel“ kann man sicherlich den Begriff „Katzengold“ verwenden. Die goldglänzende Verkleidung hat wohl eine eigene visuelle, gestalterische Aufgabe und täuscht durch seine „warme Lichtreflektion“ keine Goldbeschichtung vor und ist sicherlich als ein interessante und tatsächlich „goldbronze-farbene“ Gestaltungsmöglichkeit anzusehen. Zum besagten Tempel könnte man noch nachschieben: Die Musen, also die mythologischen Göttinen der schönen Künste, sind Töchter des Oberhäuptlings der griech. Götter, Zeus und der Mnemosyne, der Göttin der Erinnerung. Also hätten die Musen somit in dem von Ihnen so genannten „goldenen Tempel“ sicherlich eine passende Heimstatt. Wo denn sonst wohnen Götter? Dieser „goldene Tempel“ für „Schöne Künste und das Erinnern“ könnte auch eine neuartige Landmarke im Rheintrichter werden und mit seinem „goldenen Dächle“ neuartige städtebauliche Akzente setzen. Zum Schluss kann recht sicher geschlussfolgert werden: So manch ein Leser dieses Bologges hat in seinem Mund mehr Gold verbaut als dies im gesamten KKH nötig sein würde.
Mit freundlichen Grüßen! Ihr Andreas Dombek
Lieber Herr Dombek, natürlich wissen Sie, dass ich die Bezeichnung „goldener Tempel“ keineswegs für die tatsächliche Wertigkeit des KKHs verwendet habe und auch nicht für dessen goldfarbene Verkleidung. Ebenso ist sicher jedem Bürger klar, dass Gold üblicherweise nicht zu den bevorzugten Baumaterialien zählt. Und doch drängt sich dieser idiomatische Ausdruck derzeit geradezu aufdringlich in die Köpfe vernünftig denkender Konstanzer. Aber warum ist das so? Ist es so, weil 64 Millionen Euro den Gegenwert von 2,4 Tonnen Gold darstellen? Ist es so, weil sich an diesem Projekt der Eine oder Andere eine goldene Nase verdienen wird, oder zumindest genau dieses hofft (nicht wahr)? Ist es so, weil damit der Blick in eine goldene Zukunft gelenkt werden soll oder gar um den vergangenen goldenen Zeiten ein Denkmal zu setzen? Ist es so, weil in diesem Tempel der Eitelkeiten die eine oder andere Karriere ihren krönenden Abschluss finden soll? Oder gar, weil sich die kommunalen Göttergestalten nach einem würdigeren Gebetsraum sehnen, würdiger als das alte und marode Konzil? Doch halt! Auch ich habe mich nun, genau wie Sie Herr Dombek, vom eigentlichen Thema ablenken lassen, vom wichtigen Thema des Bürgerwohls. Genau um dieses und nur um dieses geht es. Es geht um die Frage, ob Konstanzer Bürger heute und in Zukunft für ein Projekt zur Kasse gebeten werden, welches den Schulen, sozialen Einrichtungen, Vereinen, Strassen, Museen und Behörden die Luft zum Atmen entziehen wird. Zum Schluss darf noch festgestellt werden, dass das Gold im Mund so manch eines Lesers dieses Blogges schon lange dentalem Kunststoff weichen musste.
Liebe Grüsse! Ihr Armin Isele
Salve Herr Isele. Hier: Teil 1: Natürlich würde das Gold im KKH ausschließlich auf den Kontaktflächen der Computer oder Kassengeräte sein. Ihre Aussage über den „goldenen Tempel“, diese sei als ein „idiomischer“ Ausdruck zu verstehen, habe ich zur Kenntnis genommen. Trotzdem bleibt ein Verdacht, Sie hätten diese Bezeichnung wohl eher im „metaphorischen“ Sinne gebraucht. Einige haben die gewählte Bezeichnung „goldener Tempel“ als ein Attribut eines „teueren, sogar sehr teueren, überzogenen, übersteigerten, extrem kostenden Tempels“ verstanden. So entsteht der Eindruck, das KKH sei per se ein „goldenes Ding“ wie das biblische „goldene Kalb“, der „goldene Reibach“, der „goldene Schuss“ und als möglicher Höhepunkt noch das unerreichbare „goldene Land“, jenes sagenhafte und fantastische „Eldorado“! Da würde auch das Auftauchen eines auf dem Klein-Venedig beheimateten echten Konstanzer „Gold-Hamsters“ sicher eine „goldige Sensation“ sein.
Es scheint sich bei Ihrem Schreiben ein gewisses Problem zu kristallisieren, dass der Eine oder Andere irgendwann und irgendwie auf irgendeine eitle Weise bei so einem Projekt sich eine irgendwelche „goldene Nase“ verdienen könnte. Bei allen Dingen, Tätigkeiten und Leistungen im unseren menschlichen Umfeld verdienen immer Menschen dabei einen Lohn. Sogar bei marmornen Kunstwerken, bronzenen Skulpturen und Bildnissen in allen Museen haben deren Erschaffer Lohn dafür verlangt und bekommen. Da soll und kann man keine etwas seltsam-irrationalen oder ehrrührig-zweifelnden Divusitäten in den Raum stellen.
Im geplanten KKH kann man m. E. beim besten Willen keinen objektiven Ansatz irgend einer prinzipiellen oder persönlichen Eitelkeit erkennen. Auch kann man keine konstanzerische „Verherrlichung“ der Vergangenheit der letzten Jahrhunderte erblicken. Ein Gedenken z. B. an das Konzil 1414-18 und an den Jan Huss ist ein notwendiges Erinnern. Herr Isele, bitte vergessen Sie nicht: Die Mutter der Musen, den Göttinen der schönen Künste, ist Mnemosyne, die Göttin der Erinnerung. So schließt sich immer wieder sinnvoll und konsequent auch bei diesem Punkt der Sinninhalt dieses KKH! Und von einer irgend wie postulierten „goldenen Zukunft“ durch das KKH kann man auch nichts sehen und hören. Auch eine irgend wie gestaltete „Anbetung“ von kommunalen Würdenträgern jeglicher politischer Farben-Konstellationen kann man bis dato ebenfalls nicht erkennen. Da würden Sie wohl bar jeglicher Wahrheit und Erkenntnis die Befürworter dieses Projektes als mental fehlgeleitete und verwirrte Menschen falsch wahrnehmen und darstellen. Dem ist nicht so! Wenn also z. B. keine Anbetung erkennbar ist, aber wenn Sie trotzdem möglicherweise begründete Verdachtsmomente oder gar Beweise haben sollten, bitte ich um deren Darstellung in diesem Forum. Das könnte dann vom öffentlichen Interesse sein. Jetzt bin ich auch etwas abgeschweift. Teil 2 folgt.
Mit freundlichen Grüßen! Ihr Andreas Dombek
Salut Bernd,
also geht es um die Finanzierung für etwas das zur ungünstigen Zeit am grundsätzlich falschen Ort vorgesehen ist. Okay, und wie wäre es, würde ein privater Investor das alles stemmen an einem Ort sagen wir: brachliegend Gelände 'Great Lakes'?
Das Projekt abwendend ablehnen, kann ich nachvollziehen. Wenn es soweit ist dann mit einem stimmigen Vorschlag es an einem passenden Ort mit einem stimmigen Finanzkonzept zu realisieren, fände ich gut für die Stadt...ich engagierte mich vor Jahren für ein Projekt wo alle Anwohner es nicht haben wollten (nicht vergleichbar hier!) und eines übersahen alle Einwandführer: dass eine Stadt auch Perspektive und Zukunft für nachkommende, nachreifende Generation hat und haben darf...in Konstanz studieren ist das eine...in Konstanz Fuss zu fassen und zu investieren...etwas anderes...da kann an der Attraktivität für die Zukunft heute schon 'konzipiert' werden meines Dafürhaltens.
Natürlich stimmig mit Bürger und Umwelt, Steuerzahler und Belastung.
mit herzlichen Grüssen,
C. Arnold
Salut Christof,
Deine Anmerkungen kann ich sehr nachvollziehen, wir liegen nicht weit auseinander. Die Zeit, über Alternativen nachzudenken, beginnt vielleicht nach dem Bürgerentscheid - und vor der nächsten OB-Wahl. Bis dahin werbe ich für ein Nein zu Klein-Venedig, denn nichts anderes als dieses Projekt stellt der Gemeinderat dem bislang ausgesperrten Volk zu Abstimmung, und nichts anderes als ein Nein verdient das KKH.
12000 stimmberechtigte Studenten mit Erstwohnsitz Konstanz bleiben übrigens faktisch (nicht formal) weiterhin ausgesperrt, denn der Bürgerentscheid findet - oh Wunder - just in den Semesterferien statt. Gut eingefädelt, liebe Gemeinderäte. Um Vertrauen wirbt man anders, um ein Konzerthaus auch. Vielleicht empfehlen wir beide uns nochmal, wer weiß?
Diejenigen Räte, die sich über zT. unzählige Wahlperioden hinweg für unentbehrlich halten, werden entgegnen, dies sei unsere allerletzte Chance. Wie immer in den letzten 40 Jahren. Für Klein-Venedig sicher.
Herzliche Grüße! Bernd S.
Salve Konstanzia
Möchte auch ein Wattebäuschen in diesen Ring werfen. In den Darstellungen der vermeintlichen Gründe zur Ablehnung des KKH im Klein-Venedig sind so viele Aussagen getätigt worden, die man hinterfragen kann, nein - sogar muss!
Da ist die Meinung, Klein-Venedig sei die Stelle mit dem schwierigsten (und damit potentiell kostenträchtigsten) Baugrund.
Wenn man geologische, topographische, bautechnische und konstanzspezifische Eckwerte zu einer Bewertung zusammenfasst, wird man mit Erstaunen feststellen: Der Baugrund im Klein-Venedig ist schwierig, aber der Baugrund mit vergleichbaren Kriterien im alternativ diskutierten Areal der ehem. Herose / Degussa ebenfalls. Bei beiden Bauplätzen kommt wohl im fachlichen Sinne möglicherweise eine Tiefpfahlgründung mit aufgesetzter Bodenplatte in Frage. In etwa vergleichbar dem damaligen Bauvorgang beim LAGO. Die mögliche Erkenntnis lautet: An beiden Orten ist der Bau gleich teuer oder gleich billig!
Eine andere Meinung wird verbreitet, dass es die einzige Stelle sein, die nur durch teure Unterführung erschließbar sei.
Wenn man sachlich und emotionsfrei eine Überlegung bezüglich dieses neuralgischen Punktes durchführt, wird man als Bürger dieser Stadt ins Grübeln kommen, warum bisher denn noch keine (!) Unterführung gebaut wurde. Denn dieser Kreuzungspunkt mit den Eisenbahnschienen ist ein latent gefährlicher und gefährdeter Bereich. Denn bei einem Unfallszenario auf dem Hafenareal und Klein-Venedig, also jenseits des südlichen Schienenbereiches, ausgelöst durch z. B. eine Eisenbahn-Havarie, bei welchem brennende Öl-Kesselwagen die deutsche und schweizerische Schienenüberquerungen verhindern, könnten möglicherweise die jeweiligen Rettungskräfte nur mit größerer Mühe und / oder unter größerem Zeitverlust an die Einsatzorte gelangen. Die mögliche Erkenntnis lautet: Wann wird endlich solch eine Unterführung gebaut!
Mit freundlichen Grüßen! Ihr A. D.
Salve Konstanzia. Folgend wird die Meinung betrachtet, ob Klein-Venedig die am schlechtesten erreichbare Stelle für alle aus Deutschland kommenden Besucher sei. Wenn man die verschiedenen Gegebenheiten für Veranstaltungs-Möglichkeiten in verschiedenen Städten und deren Möglichkeiten der Zufuhr zu den Kongress-Gebäuden, Stadthallen, sog. Allzweckhallen oder Messe-Zentren untersucht, fällt augenscheinlich auf, dass die meisten dortigen Anfahrtswege vom Bahnhof, Flugplatz oder der Stadtmitte zum Veranstaltungs-Ort sich in Entfernungen bis ca. 20 km befinden. Klein-Venedig würde dem Ankömmling hier in Konstanz die reale Möglichkeit bieten, vom Bahnhof zu Fuß in 3 bis 5 Minuten das KKH zu erreichen. Es sei eine Prognose gewagt: Das KKH könnte zum meistgehassten Fahrtziel für die Taxiunternehmer und Taxilenker werden, denn die Wege sind kurz, es würde wohl viel gelaufen und wenn man doch den Taxi-Fahrgast fahren müsste (wegen der Beförderungspflicht), wäre auch der Fahrweg extrem kurz. Ein aus den übrigen deutschen Landen oder aus dem Ausland kommender Fluggast würde z. B. vom Flugplatz Friedrichshafen via dem Katamaran direkt im Hafenareal anladen können und wäre in 2 bis 3 Minuten im KKH. Aus Zürich z. B. mit der Eisenbahn kommend würde er vom Schweizerbahnhof in 2 bis 4 Minuten im KKH sein können. Das sind nicht nur virtuelle Optionen sondern handfeste Möglichkeiten und Argumente, mit welchen die Stadt Konstanz sich als ein möglicher Veranstaltungsort präsentieren könnte. Am Horizont tauch ein Motto auf: „Mittendrin statt vor der Stadt“.
Mit freundlichen Grüßen! Ihr Andreas Dombek
Hallo Andreas,
ich grüsse Dich. Herzlichen Dank auch für Deine Darstellungen die für mich persönlich sehr interessante als auch aufschlussreiche Aspekte offerieren.
Mir schwant es dass überhaupt noch nicht klar ist, warum etwas nicht sein soll, darf, et al. Ein Mind Map könnte helfen, wenn man will, wenn alle wollen. Solange wie ich hier lese die Befürworter nicht wirklich offen die Karten auf den Tisch legen, Abstimmungswahlen zu einem Zeitpunkt geschehen wo MitentscheiderINNEN nicht anwesend sind; riecht es gelinde formuliert nach dem Prinzip: Tatsachen schaffen, viele Bürger und Vieles im Unklaren lassen und letztlich vor 'vollendete' Tatsachen zu stellen. Ich habe das selbst mal erlebt und konnte den PRO Leuten nur raten, es nicht so zu tun denn die Energie die zurück kam war ebenso 'eiskalt' von den Bürgern und Intitiativen mit gleicher Feder als auch Schwert geführt (kein Wunder). Warum nicht offen diskutieren und debattieren? Die Karten auf den Tisch und Unwegbarkeiten aufdecken. Wenn ich mir überlege wie das hier in Nordbaden mit der SAPArena lief (da waren auch Feldhamster ein Thema die unter Naturschutz stehen!) und wie Stadt und Wirtschaft zusammengearbeitet haben für ein Finanzierungsobjekt bei dem andere noch Sponsoren waren und es eine eigenständige Firma wurde die auf Profit gar aus war und somit die Besucher von überall her am 'Abendpreis' beteiligte.
Man hatte auch an eine anderes Konzept gedacht wo die Bürger der Stadt Mannheims viel stärker zur Kasse gebeten worden wären; doch man entschied sich für höhere Preise die über die 'Grenzen' hinaus dann von 'allen' getragen wurden. Die Infrastruktur wurde von der Stadt bereitgestellt (Kosten und Bau plus ein Zuschuss der interessierten Firma). Alles andere wurde vorwiegend von privaten Investoren geschultert, die dann über sagen wir mal 10 Jahre Amortisationsplanung betrieben.
Diese Mehrzweckhalle schafft fast alles und ist extrem gut besucht!
In Konstanz darf meines Dafürhaltens darauf geachtet werden; dass das Konzept des 'Zentrums' sich nach einer bestimmten Zeit 'trägt'//'selbst trägt'.
Eine Vision: 50 Mio Euro werden von 50.000 Bürgern 'gestemmt'...das sind 1000 Euro einmalig pro Bürger. Auf 10 Jahre Investionszeitraum 100 Euro/Jahr und 8.33 Euro pro Monat.
Klingt auf einmal schon annersch, oder?
Ich will hier keine Für oder Wider anführen. Ich kann allen wärmsten empfehlen, sich mal mit Konzepten an anderen Orten ein Bild zu machen was es für Möglichkeiten gibt.
und ps: wenn das Gelände 'great lakes' zu teuer sein sollte...wurde oft schon so gemacht: den Verkäufer beteiligen am Konzept...attraktiv gestalten...oder dieser spürt, dass die nächsten 10 Jahre sich keiner 'interessieren' wird und der Verkauf zu einem früheren Zeitpunkt mit anschliessender Umschlagshäufigkeit der Re-investition sich hätte 'verdammt nochmal' gelohnt hätte ;o)...alles eine Frage des 'Geschickes'....
Ich würde mich als häufiger Besucher der Stadt Konstanz sehr freuen wenn ein stimmiges Konzept sich finden tut bald.
Dann fahren sich die 2h von Sinsheim/Nordbaden bis Flugplatz KN irgendwie noch freudiger und fröhlicher jedweder Ankunft.
In diesem Sinne: auf Deiwel komm raus bauen halte ich für nicht angemessen...und es wird auch keiner tun...der das Risiko der 'Nichtwiederwahl' scheut
) Da kann man alle knacke, ob lokal, regional und bundesweit...wer was zu verlieren hat...überlegt es sich 5mal...
honaro und herzliche Grüsse aus Heidelberg/Sinsheim,
christof arnold
Salve Christof. Habe zu den Feldhamstern ne Frage.
Waren das ausgebüchste domestizierte Hamster oder waren es die endemischen europäischen Feldhamster? Welche Rolle haben diese Tiere denn entscheidungspolitisch gespielt und wie haben sie den Entwicklungsgang beeinflusst? Was willst du mit diesen Hamstern uns mitteilen, denn auf dem Areal von Klein-Venedig gibt es sicherlich nicht einen Regenwurm? Mit freundlichen Grüßen! Andreas Dombek
Salve Konstanzia. Hier wird die Meinung betrachtet, ob Klein-Venedig der teuerste Standort in Konstanz ist. Es kann hierbei natürlich nur ein schneller, nicht in allen Belangen erschöpfender Vorgang sein, denn so viel Schreibfläche gibt es auf diesem Forum nicht, um all die vielen Punkt mit dem „Pro und Kontra“ aufzuführen.
Aber es ist eine sinnvolle Überlegung, ob bei dieser Aussage, unabhängig ob man nun für oder gegen einen KKH auf dem Klein-Venedig ist, denn wirklich so stehen lassen kann. Denn das dortige Areal ist bereits im Besitz der Stadt. Ein Argument, das jedem befürwortenden sowie gegnerischen Argument gut standhalten kann. An anderen Standorten wäre für den dann notwendigen Ankauf eine Summe von mehreren Millionen Euros verloren, also für das KKH-Projekt entgültig und unwiederbringlich nicht mehr vorhanden. Wenn alleine solch ein Zukauf eines Grundstückes mit einem Kostenanteil von eventuell 1/6 bis 1/5 der Gesamtsumme fällig wäre, dann könnte man schon fast von einer leichtsinnigen Verschwendung der Finanz- Ressource sprechen. Dieser finanzielle Punkt könnte natürlich nicht das einzigste Kriterium für „Pro und Kontra“ sein.
Andererseits ist mit der Aussage, es sei der „teuerste“ Standort, etwas Eigenartiges im menschlichen Unbewussten ausgedrückt worden, welches den Sinninhalt in der Betrachtung eröffnet, wenn man in den Ursprung der Bedeutung geht: „teuer“ auch als „lieb, wert sein, hochgeschätzt, wertvoll“ gemeint, aber daneben auch noch „kostend, etwas bezahlend“ meinend. Mit dem „teuersten“ Standort begibt man sich also sehr schnell auf Messers scharfen Schneide. Da liegt einiges an Emotionen in einer verwirrenden Nähe beisammen: Das was man „lieb und wert“ hat wird auch etwas „kosten“. Fast wie im wirklichen Leben!
Bei der Aussage, man vergeude im Klein-Venedig nicht das „Filet“-Stück der Stadt, sei folgende Gegenaussage erlaubt: Wann darf man dieses Filet den genießen, wenn nicht passend für diese Aufgabe zum jetzigen Zeitpunkt? Denn ein Filet-Stück ist nur in einem gewissen Zeitbereich zu genießen, denn eines Tages wird dieses zarte Filet-Stück nur noch ein altes und festes Koch-Fleisch sein! So hätte das KKH auf dem Klein-Venedig die Möglichkeit, das „liebste“ Stück von Konstanz zu werden, für welches man auch etwas „bezahlt“ hat! Mit freundlichen Grüßen. Ihr Andreas Dombek
Zum goldenen Kalb,
Was wurde uns alles versprochen, vorallem ein architektonisches Highlight auf Klein Venedig.
Was wurde daraus?
Ein Betonklotz mit einigen Fensterlöchern und damit der Beton nicht so wüst aussieht , hat man etwas Lametta davorge-hängt.
Eine neue Bezeichnung wäre also LBKK : - Lametta - Beton - Klotz - Konstanz.
Curt Bodamer
Waldstr. 8A
78465 Konstanz
Tel: 07533 5869
Fax. 07533 98825
Salvatio Andreas,
es waren unter Artenschutz geführte Hamster *lacht*; ich führte es an, weil sich niemand vorstellen konnte, dass diese Tierchen mehr als nur Pläsierchen agieren könnten und gar einen Baustopp, ewige Verzögerung et al auslösen! Es geht um eine Istanalyse die alles ins Kalkül nimmmt; darum geht es mir.
Was wäre z.B., wenn man etwas fände beim 'Aushub' das das Projekt so verzögere, gar eine Siedlung sich finden liesse früherer Ge(h)zeiten.
Mir erscheint es als 'unwissender' zur Zeit so, dass weder Pro noch Contra Interessenten so subjektiv/objektiv als möglich miteinander interagieren (können/wollen) und unter diesen Umständen kann selbst aus einem Regenwurm ein Thema 'hochgezogen' werden. Bevor man sich in Haarspaltereien verfängt, könnte man doch alternativ mal eine Interessensgemeinschaft bilden die beide Seiten einbezieht mit der Zielsetzung: Nutzenabwägungen auf allen Seiten...nennen wir es: grosse Koalition was unter einer Konsenzstrategie aller möglich ist. Zur Zeit herrscht eiserne Dissenz und die Gründe dafür sind sicherlich vielfältiger Art.
Ich befürchte (pure Annahme) dass niemand so richtig gefragt wurde als auch sich so richtig gefragt fühlte. Wie Menschen dann reagieren kennen wir doch aus der Psychologie: Abwehrmechanismen, die mit einer objektiven Betrachtung und Handhabe nichts zu tun haben.
Somit empfehle ich auch den CONTRAs (sich nicht mehr so zu nennen als auch sich zu überlegen, wie eine Konsenzstrategie aussehen kann). Den PROs rate ich dazu ebenso: wo beide Ihre Kräfte abgestimmt walten lassen; kann Wunderbares geschehen als auch entstehen.
Wenn ich in einer Umfrage sehr früh gefragt hätte: Wie fänden sie es in Konstanz ein repräsentatives Kultur-/Kongresszentrum zu errichten das Konstanz über die Seegrenzen hinaus zu einer zeitgemäßen Stadt des Wissens und der Kulturen jedweder Coleur erhebt...hätten SIE sehr geehrter Bürger, hätten SIE, sehr geehrte Bürgerin von Konstanz grundsätzlich etwas dagegen?
Die Antwort kenne ich nicht...tun Sie es, auch zum jetzigen Zeitpunkt...vielleicht ist mancher überrascht, den ersten Schritt der Konvergenz bei sich selbst...aufzutun...
mit herzlichen Grüssen aus Walldorf/Heidelberg,
Christophe
Salve Christof.
Dank für die Info über den „gemeinen“ Feld-Hamster. Trotz intensivster Überlegung und Suche kann man hier auf dem Areal von Klein-Venedig wohl keine Hamster erwarten. Habe im Brehms Tierleben nachgeschaut und keine Art dieser Spezies der Abbruchmaterial-, Abfall-, Abraum-, Auffüll-, Erdauffüllung-, Gesteins-, Kehrricht-, Müll-, Schutt-, Müllkippen- oder Ziegel-Hamster entdecken können. Also ist es gesichert, kein Hamster könnte das Projekt je lahm legen oder es gibt möglicherweise doch eine faustdicke Überraschung. Außer – wenn aus der Schweiz so ein dicker, fetter Gold-Hamster rübermachen würde, um sich in Klein-Venedig einer Fastenkur hinzugeben! Denn diese Gold-Hamster haben einen immerwährenden Sonderstatus.
Eigentlich hätte man erwarten können, auf diesem Forum wäre der Bär los und die Stiere würden kämpfen! Bei dem Info-Austausch ist man schon fast auf den Hund gekommen. Hamster, Regenwürmer, Katzen, Götter und freilaufende Konstanzer auf Klein-Venedig sind die Themen. Was für ein Getier taucht noch auf?
Das mit den PROs und den CONTRAs ist so ne gefährliche Sache. Oft hat der Sieg einer Seite bei den originalen Protagonisten und Antagonisten blutige Köpfe hinterlassen. Ob hier das Lied „Venceremos“ angebracht ist, kann bezweifelt werden. Denn nach dem 22.03.2010, dem „historischen“ Tag, wird es weiter gehen müssen. Ob mit dem KKH oder mit dem KKH!
Aus der allgemeinen Lebenserfahrung ist es sicherlich unwahrscheinlich, die beiden Seiten würden sich jetzt noch zusammensetzen können / wollen und einen Ausgleich suchen. Dazu sind über 100 Jahre verflossen. Es scheint eher ein Vorgang zu sein, die jeweiligen Truppen hinter der eigenen Fahne zu sammeln. Die letzte und endgültige Schlacht der Worte. Denn man kann bei diesem KKH-Projekt keinen Kompromiss, also halben Sachen machen.
Wenn man das Klein-Venedig als ein möglicher Tempel-Platz definiert, dann erscheint die Gemeinde Konstanz etwa wie ein bestimmter römischer Gott zu sein, der zweigesichtige Janus. Seine beiden Gesichter blicken vorwärts und rückwärts und erfüllen zugleich den Beweis einer realen Zwiespältigkeit. Wie in Konstanz auch. Aber ein Gesicht wird zu opfern sein. Hoffentlich das nach Rückwärts gerichtete!
Mit freundlichen Grüßen! Andreas Dombek
Salve Andreas,
schöne übergreifende Anschauungen die Du so hier anführst (das hat auch schon Unterhaltungswert: klasse). Schade wenn das Rennen im Vorfeld bereits gelaufen ist und es immer wieder in einer Abhandlung pro/contra zum finalen Stechen kommt. So gerne auch ich in die Vergangenheit blicke Andreas, ich habe es mir abgewöhnt bzw. nicht mehr zur Zielsetzung gemacht 'zu vergleichen' wie etwas früher gemacht wurde bzw. immer gemacht wurde und dies zu extrapolieren (täte ich das gäbe es keine Innovationen mehr und ich arbeite zur Zeit für eine Firma wo man bewusst in der Gegenwart startet und von dort aus die Zukunft gestalten will). Es mag ein wenig befremdlich wirken wenn ich so etwas sage doch genau das ist es für mich, wie Menschen am Beispiel KKH lernen können, dieses 'Rückwärtsblicken' und von dort aus 'alte Rechnungen' wieder und wieder...bis zum Erbrechen anzuführen. Ich würde mich freuen wenn mehr das WIR im Vordergrund stünde und hier mag es erneut &seltsam; erscheinen wenn ich sage: meine Lebenserfahrungen der letzten 5 Jahre sind: Für innovative Projekte: bitte mehr Frauen an die Brainstormingtische als auch Entscheidungstische denn dort steht das WIR mehr im Vordergrund (nicht per se: klaro).
Wo Macht und Machtgetue und Machtgehabe vorstellig sind, wo es um Pfründe geht und Titel, Thesen, Vorzeigeobjekte und Schulterklopfereien wie bei Vereinsmeiereien...wächst was unter Krämpfen geboren und anderen aufgezwängt anerkoren...muss das noch im 21 Jahrhundert so sein?
Da erhoffe ich mir bald überall Revolutionen und Renaissancen aber nicht mehr mit Blicken 'nacht hinten' sondern mit mutigen und andersartigen Schritten nach vorne.
Vielleicht darf auch in den Kommunen und Städten wie überall die Generation 'früher' so langsam aber sicher sich auf beratende Positionen zurückziehen und unbefangene, mutige, auf das WIR Gefühl setzende Menschen einfach mal 'machen' lassen.
Wo ich fast schon 'verstaubte' Parteibücher führe und Lobbyismus sich in welchen Vereinen und Zusammenkünften auch immer auf eine Art und Weise 'breitgesessen' hat...wundere ich mich jeden Ortes dieses Landes nicht mehr, dass sich nur so viel bewegt, wie jede Interessenspartei unter dutzenden Abwägungen am Ende noch irgendwie vorteilhaft anbringen will...andereren noch als xyz verkaufen will und ich mich erneut frage: wozu dieser 'Affentanz'?
Wer sich ein Denkmal setzen will darf es im Leisen tun...das sind für mich die wahren Helden der Zukunft...die anderen...sind mause_tot und haben aus derer Vergangenheit so viel gelernt wie sie am Ende doch alles erneut: wiederholten...ich hoffe sehr, die Zeiten ändern sich bald einmal 'radikal' im Sinne von gründlich und grundlegend...
so schliesse ich meine Aktivitäten hier und wünsche allen: viel Frohsinn und Mut dürfen auch mit dabei sein...
Habt Dank - es war mir eine grosse Freude so auch Ehre!
Salit und mit herzlichen Grüssen heute noch aus Konstanz...ab Morge/Morsche wieder Heidelberg...
Christof
Salve Christof.
Ob das Rennen bereits gelaufen ist, kann / soll man nicht sicher sagen. Denn es ist nicht auszuschließen, dass die „empfundene, eingeredete oder vorgemachte“ Siegessicherheit der Befürworter dazu führen könnte: Am 21.03.2010 gehen nicht alle PROs zu der Abstimmung, weil sie glauben, die CONTRAs müssten zur Verhinderung des KKH sich eigentlich mehr anstrengen.
Allgemein betrachtet sollte man die Vergangenheit bei der Zukunftserwatung doch berücksichtigen. Denn es besteht die Gefahr, ohne diese Vergangenheit keine glaubhafte Zukunftsentwicklung abzuleiten zu können. Denke bitte an eine Kurve im Koordinatensystem, welche ohne Anfangs- und Endpunkte keine gesicherte Aussage ergibt. Denn dann hätte man eine Ein-Punkt-Kurve, deren Anstieg / Tangente jeder Demagoge passend hintricksen könnte. Die Entwicklung kommt aus der Vergangenheit und geht über die Gegenwart in die Zukunft weiter. Man kann sich bei der Zukunftserwartung jedoch mit einer gewissen Sicherheit an der bisherigen Entwicklungskurve etwas orientieren.
Das von Dir beschriebene „Rückwärtsblicken“ ist ein konstantes Problem in Konstanz, aber nicht nur da. Es dünkt mich, ein gewisser Anteil von den CONTRA-und PRO-Argumenten wird von persönlichen und politischen Aversionen gespeist.
Der „A“ mag den „B“ nicht, der „C“ mag den „D“ nicht, der „F“ mag „A bis D“ nicht, der „G“ mag sich nicht, der „H“ mag nur den „G“, wenn dieser ohne „F“ ist und der „F“ mag die Menschen von den falschen Parteien, der „I“ mag den „J“ nur, wenn dieser immer ungeteilt seiner Meinung und mit ihm am selben Stammtisch ist, der „K“ mag alle, der „L“ mag niemand usw., usw.
Der Eine mag den Anderen nicht, weil der aus dem falschen Ortsteil ist. Der eine Leitwolf mag wieder um den anderen Leitwolf aus dem eigenem Rudel nicht, weil dieser nach dessen Meinung zwischenzeitlich eine andere Lebensgewohnheit im falschen Revier entwickelt habe und sich sein Fell in der Färbung leicht verändert hätte. Eminenzen lassen verschiedene Kulissen zu einerseits bedenkenswerten Szenarien, aber leider auch zu Horror-Kulissen, zusammenstellen. Aus anderen Ecken hört man andererseits bei dortigen Eminenzen den Nachhall von Claqueuren.
Da fragt man sich als Bürger: Darf man die Politik wirklich nur den Politiken überlassen? Die Antwort ist nein! Drum ist die Abstimmung am 21.03.2010 angesagt.
Mit freundlichen Grüßen! Andreas Dombek
Hallo Andreas,
eine Betrachtung rückwirkend der Vergangenheit und Extrapolation wird sowieso gemacht; niemand vergisst! Doch wo unerledigte Aufgaben, Uneinigkeiten herrschen kann es auch zu einer 'Parallelverschiebung' kommen und eine gegenwärtige Betrachtung völlig unzureichend darstellen; auch gibt es Parameter die vor 10-20 Jahren andere waren als diese heute anders/neu zu besetzen und zu gewichten sind.
Ich bin ein Vertreter des 'heute die Gegenwart' betrachten, eine Betrachtung von diesem Punkt aus 'zurück' als auch nach 'vorne'...jedoch nicht von der Vergangenheit ausgehend und die Normalverteilung im Kopf sondern von NormalNULL heute und von dort aus den Punkt Vergangenheit verbinden als auch den Punkt spiegelbildlich für die Zukunft setzen...Jetzt und Hier ist dabei der Ausgang...das ist mein Unterschied soweit...
herzliche Grüsse,
Christof
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Ich hatte es schon bei Schwester Gaby gepostet, denke aber,
hier könnte meine bescheidene Meinung auch passen.
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Konstanz hat etwas mehr als 80 000 Einwohner. Die Einzugsregion für ein Konzerthaus hätte eine Größe von sicher mehr als 150 000 Einwohnern. Das sind sicher fette Zahlen.
Andererseits gibt es in Singen ein neues Konzerthaus mit einem attraktiven Programm, in Radolfzell finden kleinere Events statt. Von der mit 1200 Plätzen geplanten Größe hebt sich das Konzerthaus in KN davon nicht eklatant ab. Damit tritt das KH in KN direkt in Konkurrenz mit dem Singener Haus und sich auch teilweise mit dem nicht ganz optimalen Milchwerk in Radolfzell.
Kultur, solange es keine Populär-“Kultur” ist, ist eigentlich immer ein Zuschussgeschäft. Wenn es zu “Populär-Kultur” wird, ist es kommerziell. Die Frage stellt sich dann: Kann Kultur überhaupt kommerziell sein, ist “Populär-Kultur” überhaupt noch Kultur oder reines Geschäft.
Die nächste Frage ist: kann sich das KH überhaupt in irgendeiner Weise selbst tragen? Dazu müssten sicher eine Menge dieser “Populärkultur”-Veranstaltungen durchgeführt werden. Doch: Ist dazu das Haus überhaupt entsprechend ausgestattet? Reicht einem kommerziellem Veranstalter für “Populärkultur” überhaupt das Angebot von 1200 Plätzen?
Wie groß dürfte das Jahresbudget eines durchschnittlichen kulturinteressierten Konstanzers sein, der sich für Veranstaltungen in einem KH interessiert? Wird er sich mehrfach im Jahr solche Besuche leisten können? Wird sich das evtl. auch negativ durch weniger Besuche bei anderen Kulturschaffenden auswirken?
Ein Stadtrat vertritt – zumindest sollte er das – die Bürger. Alle Bürger einer Stadt. Nicht nur die an Klassik Interessierten. Auch Rockmusikinteressierte, Punkmusikfans, Opernfans, Theaterfans, auch Fans volkstümlicher Veranstaltungen vom Bauerntheater bis volkstümlicher Musik.
Ein solch dickes Projekt wie das KH MUSS alle Belange aller Bürger berücksichtigen.
Diese finanzielle Belastung des Stadtsäckels wird auf die nächsten 20 Jahre hinaus die Bezuschussung von Kulturschaffenden in Konstanz massiv beeinflussen. Wie schon in anderen Städten geschehen, wird das Kulturangebot in der Breite schrumpfen werden. Sicherlich gibt es dann andere Highlights. Doch es drängt sich mir der Verdacht auf, das Angebot wird eher die wirtschaftlich besser gestellten ansprechen, als die breite Masse der Konstanzer Bürger, die sich – und das ist auch ein wirtschaftlicher Faktor! – aus vielen Studenten zusammensetzt.
Ich sehe daher die in dieser Höhe geplanten Ausgaben für ein KH auf Klein Venedig zum Fenster rausgeschmissen.
Ein Konzerthaus: Ja. Aber nicht auf Klein Venedig, dafür billiger, weniger Prachtbau, für alle Kulturschaffenden und Kulturinteressierten bezahlbar und von Pop über Rock bis Jazz und Klassik, von Bauerntheater, Vereinsveranstaltungen (Fasnacht) bis Hochglanz-Theater etwas zu bieten.
Neben der Haltestelle Petershausen oder in der Nähe der Haltestelle Fürstenberg könnte ich mir soch ein weniger glänzendes und weniger übertriebenes Konzerthaus viel besser vorstellen.
Lasst Klein Venedig grün, ein Park zum Flanieren für die Touris.
Der Platz ist zu schade für ein Haus ohne Fenster, in dem die meisten Veranstaltungen Abends/Nachts stattfinden und man vom schönen Bodensee nichts sieht.
Dokape spricht mir aus der Seele, DANKE!!!
Die Stadt hat es bis heute versäumt, ein Kulturkonzept zu erarbeiten und gemeinsam mit Politik und Kulturschaffenden dieser Stadt zu vereinbaren, auf welches sich ALLE berufen könnten; das war ihr allergrößter Fehler.
So steht nun in der offiziellen Broschüre der Stadt Konstanz zum KKH zu lesen (Seite 11 Finanzen/Betrieb): "Die unverzüglich zu findende hochqualifizierte Geschäftsführung wird dann (...) eine Veranstaltungskonzept erarbeiten, damit zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme interessante Aufführungen und Kongresse gebucht werden." – Mit Verlaub, das ist ein Armutszeugnis.
Den nächsten Satz ("Der Gemeinderat...") zitiere ich nicht mehr, er ist gleichwohl nicht weniger grotesk.
Das KKH greift tief in das Selbstverständnis der ganzen Stadt ein, ohne gemeinsame kulturelle Basis würde es von ihr nicht akzeptiert.
Von unseren Steuermillionen, den quellenden Feinstaubwolken, dem verrottenden Krankenhausmüll, der nahenden Blechlawine ganz zu schweigen.
Sehr geehrte Bürgerintiative "nein-zu-klein-venedig",
die Diskussion um das KKH bewegt mich sehr. Eben las ich Ihren Artikel im Konstanzer Anzeiger. Eine Stellungsnahme liegt mir sehr am Herzen.
Um es vorweg zu nehmen, ich bin ein Befürworter des KKHs - sozusagen aus dem Gegenlager ![]()
Nun möchte ich Ihnen meine Ansicht der Dinge mitteilen - so kurz wie möglich.
Konzerthaus am Ende der Sackgasse.
Die Diskussion um den Standort ist so alt wie der Wunsch nach einer Konzerthalle. Gegen alle bisherigen Standortvorschläge gab es Vorbehalte. Es gibt immer eine Gruppe, die Bedenken an einen Standort anmeldet. Schaut man Konstanz auf der Karte an, stellt man fest, dass die Stadt an sich eine Sackgasse ist. Verkehrsprobleme gibt es vermutlich überall in der Stadt.
In Konstanz ist es eng. Warum? Offenbar ist die Stadt attraktiv und lockt viele Menschen an. Ob das nur am See und der Natur liegt, oder auch am verhältnismäßig großen Angebot der Stadt, kann man aus dem Stehgreif schlecht beantworten. Jedenfalls haben wir wenig Industrie, die Einnahmen versprechen könnte. Es gilt also, die Stadt attraktiv zu halten. Nur so kann der Tourismus gefördert werden und auch dadurch Einnahmen sichern.
Auch im Konzil finden Veranstaltungen statt. 800 Menschen finden dort Platz. Im KKH wären es 1200. Also gerade mal 400 Menschen mehr, die sicher nicht jeder alleine und via KFZ eine Veranstaltung besuchen werden. Sind sie sicher, dass dieses Plus das Verkehrsgeschehen zum Kollaps führen wird. Schließlich sind Gegenmaßnahmen geplant. Es gibt Gutachten. Sind diese gekauft oder manipuliert? Wenn man diesen nicht vertrauen darf, dann doch auch nicht eventuellen Gegengutachten. Oder sind sie nur vertrauenswürdig, wenn sie in die eigene Argumentation passen...? Wie ist es mit den Gegnern des KKH was ihr Umweltverhalten betrifft. Nutzen sie alle entsprechend öffentliche Verkehrsmittel oder Fahrrad?
Herr Frank, der ja Ihrer Initiative angehört, befürwortet ein KKH am Rhein in Petershausen (mit 2000-3000 Plätzen). Gerne, nur wann soll es kommen und bringt dies weniger Feinstaub nach Konstanz, wird es dort billiger? Was sagt der Rest der Politik dazu? Herr Leipold und mit ihm die SPD stimmten ursprünglich für das KKH, unter Deckelung der Kosten und Verkleinerung der Nuzungsfläche (1200 Plätze). Später sprach man sich dann gegen das Projekt aus. Grund war der Standort. Inzwischen snd es die Finanzen. Bei diesem Vorgehen könnte man durchaus politisches Kalkül vermuten. Durchaus legitim - nur, wo bleibt da die Glaubwürdigkeit für ein alternatives Projekt?
Grüner Park oder Beton
Ich kenne Klein-Venedig als relativ wenig genutzte Freizeitfläche im Alltag. Die "grüne Wiese" ist meistens leer. Jenseits der Hafenhalle und des "Jungen Theaters" erscheint das Gelände vernachlässigt. Plötzlich ist Klein-Venedig das letzte Naherholungsgebiet der Stadt. Anderseits ist es eine gefährliche, ehemalige Mülldeponie - Altlasten, wie Sie schreiben. Das passt irgendwie nicht zusammen.
Ich denke, Konstanz hat viele Naherholungsgebiete: Lorettowald, Tägermoos, vom See ganz zu schweigen, Freibäder, Bodanrück, rundrum ist Wald (ist ja auch schön so!). Abgesehen davon bleibt ein großer Teil des Geländes weiterhin auch für Feste nutzbar.
Schuldenberg für unsere Kinder
Über die Argumente der Gegner liest man viel - von Kostenexplosion bis Verkehrskollaps. Nur fehlt mir teilweise die sachliche Begründung für manche Befürchtung. Teilweise erscheint es mir eher wie ein subjektives Empfinden (was ja jedem zusteht) und weniger wie eine objektive Analyse.
Zugegeben, die Summe ist beachtlich. Stellt man aber die Kosten an den Pranger, sollte man zumindest die Möglichkeit erwähnen, dass auch Einnahmen damit verbunden sind. Einnahmen für viele Bereiche, wie Gastronomie, Hotelbetrieb, Einzelhandel. Tut man dies nicht, wirkt es auf mich unglaubwürdig, unseriös und berechnend. Die Argumentation sollte fair sein, auf beiden Seiten. Sicher ist der Bau mit einem Risiko verbunden. Aber er bietet auch Chancen. Sieht man nur die Kosten, nicht die Einnahmen und Vorteile, ist jede Investition ein Risiko - von der Eigentumswohnung bis zum Bau eines Schwimmbades, welches übrigens auch nicht jeder nutzt aber solidarisch finanziert wird. Dies ist auch richtig und wichtig, ebenso wie die Unterstützung der Schulen (auch für mich oberste Priorität), Vereine und Kultureinrichtungen. Glaubt man der Berichterstattung im Südkurier, wurde und wird für Schulen viel investiert. Ob dies ausreichend ist, kann ich allerdings nicht beurteilen.
Darf sich die Stadt weiterhin auf Bisheriges verlassen? Verändert sich zum Beispiel das Einkaufsverhalten, führt dies ebenfalls zu finanziellen Einbrüchen. Das vielfältige Angebot der Stadt - Teil ihrer Attraktivität - droht auch dann weg zu brechen. Der Konkurs vieler Betriebe zeigt, sicherer ist es, mehrere Standbeine zu haben.
Gibt es für die nahe Zukunft tatsächlich eine realistische Standortalternative? Kennt man Konstanz, kann man getrost vermuten, wie dann alles enden wird... .
Ich finde, wir hinterlassen unseren Kindern nicht nur einen Schuldenberg, sondern auch die Chance für eine solide Basis.
Die Welt in Konstanz wird nicht untergehen, mit oder ohne KKH. Aber: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt - oder verliert!
Wo Licht ist, ist auch Schatten. Nach meiner Meinung steht die Sonne recht hoch und wirft daher wenig Schatten!
Konstanz wollte keine Uni, keine Imperia - heute sind die meisten Menschen stolz darauf.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen fairen Wahlkampf und verbleibe mit freundlichen Grüßen, Andreas Waltner
Liebe Konzerthausdiskutanten und Konzerthausdiskuonkel,
Das Niveau der Debatte auf dieser Seite ist hoch. Das ist wohltuend und man freut sich, kaum Dumpfbackiges zu lesen, wie andernorts. Werde mich ebenfalls bemühen, nichts Dumpfbackiges von mir zu geben.
Auch ich bin als grün denkender Mensch ein Befürworter des KKH und will nur ein paar Aspekte nennen:
1) Standort: Klein-Venedig ist deshalb so hervorragend geeignet, weil das KKH das Gelände aus seinem jetzigen Charakter einer eher öden Sackgasse herausholt. Es wird aufgewertet, wird ein Übergang zur Schweiz, ohne dass der Uferbereich verbaut würde.
2) Verkehr: Ja, das Parkhaus mit 500 Plätzen ist eine dicke Kröte, die ich ungern geschluckt habe. Versuche, dies zu vermeiden, gab es. Ich selbst verwies im Gemeinderat auf beispielsweise das Freilichtmuseum Enkhuizen am Ijsselmeer, das alljährlich 270000 Besucher lockt (zum Vergleich, das Graf-Zeppelin-Haus in Friedrichshafen bringt es auf jährlich 300000 Besucher). Die Besucher des Museums kommen ausschließlich mit einem Zubringerschiff von einem draußen liegenden Parkplatz. Aber wenn die Experten alle sagen, (auch Professor Zweibrücken hat das im GR gesagt), dass solch ein KKH ohne Parkhaus nicht funktioniert, oder dass man ein ohne Parkhaus funktionierendes Kongresshaus nicht kennt, dann kann ich das nicht einfach ignorieren. Aber deshalb lass ich doch das Fernziel nicht aus den Augen, das da heißt KKH auf Klein-Venedig.
Was ist die Konsequenz? Ich organisiere den Autoverkehr so, dass er stadtverträglich bleibt. Dass er den Busverkehr nicht behindert und die Radfahrer und Fußgänger nicht bezwängt. Die Begegnungszone am Bahnhof, Tempo 30 auf der Bodanstraße, Tempo 30 nachts auf der Laube etc., das sind Errungenschaften, die wir ohne das KKH wahrscheinlich gar nicht bekommen würden.
Das Feinstaubthema darf nicht kleingeredet werden, aber man muss auch da auf dem Teppich bleiben. Wie die Zahl der Überschreitungen 2009 waren, ist auf der Seite der LUBW noch nicht zu sehen, dort steht allerdings, 2010 gab es bisher eine Überschreitung des Grenzwerts.
Und noch ein Vergleich: 27 Aufführungen hatte die Aida auf der Seebühne in Bregenz. Bei gutem Wetter waren alle Aufführungen ausverkauft. 7000 Leute passen auf die Tribünen. Zufahrt? Eine einzige zweispurige Brücke über die Gleise. Eine wirklich ganz ähnliche Situation, wie in Konstanz.
3) Kultur: Mit das wichtigste Instrument der Philharmonie ist der Klangraum. Sie braucht einen andern, das bezweifelt auch niemand. Also bauen wir ein kleines Konzerthäusle für 800 Leute und der Kittel ist geflickt, sagen viele. Leider scheint das nicht zu stimmen. Das Kongressgeschäft - daher Konzert- UND Kongresshaus - wird nicht nur zur Auslastung beitragen, sondern auch ein bissle Geld einbringen. Man kann diesen Aspekt nicht an der momentanen Krise messen.
Die Frage der Konkurrenz für Kula, K9, Philharmonie, Kammerchor (Übrigens: Nicht vergessen, der Kammerchor singt am 28. März um 17 Uhr in der Stephanskirche Bach und eine deutsche Erstaufführung des Schotten James MacMillan. Näheres unter www.konstanzerkammerchor.de. Ende der Werbepause), ja, die wird es geben. Aber die gibt es heute schon. Oder sollen wir Kammerchor, Symphonischen Chor, Bachchor und Münsterchor einfach zusammenlegen, damit die sich gegenseitig nicht mehr das Publikum wegschnappen? K9 und Kula sprechen ganz andere Gruppen an.
4) Finanzen: Fang mal gleich bei K9 oder Kula an. Welche Summen K9 oder Kula von der Stadt bekommen, bestimmt der Gemeinderat. Will sagen, für ein Streichkonzert dieser Leistungen braucht's im GR eine Mehrheit. Die sehe ich nicht. Außerdem sind die Summen eigentlich nicht vergleichbar.
Aber klar, wir können das Geld nur einmal ausgeben, es wird Verteilungskämpfe geben. Nur hat es die schon immer gegeben. Was haben wir nicht alles gebaut in den vergangenen Jahren, angefangen von der Therme, den ganzen Schulbauten und Kindergärten, bis hin zu den Spielplätzen an der Schänzlebrücke im Paradies. Wir werden manches strecken müssen und auf einiges verzichten. Das darf man nicht verschweigen. Aber nebenbei bemerkt, Steuergelder sind Steuergelder. 135 Millionen Euro für 11 km B-33-neu werden verbaut, 5 Mrd hat die Abwrackprämie gekostet, von den Bankenrettungsschirmen ganz zu schweigen, auch wenn das ganz andere Töpfe sind. Die haben teils auch die Finanznot der Kommunen mit verursacht.
5) Fazit: Lasst uns das Ding bauen, wenn es erst mal steht, werden alle froh sein, davon bin ich überzeugt.
Ja, interessanter Beitrag: Vor allen Dingen fand ich Nummer 4 interessant:
Zitat: "4) Finanzen: Fang mal gleich bei K9 oder Kula an. Welche Summen K9 oder Kula von der Stadt bekommen, bestimmt der Gemeinderat. Will sagen, für ein Streichkonzert dieser Leistungen braucht's im GR eine Mehrheit. Die sehe ich nicht. Außerdem sind die Summen eigentlich nicht vergleichbar."
"Ausserdem sind die Summen eigentlich nicht vergleichbar."!!!! Was heisst das? K9 und Kula bekommen Prozente, oder Promille vom Budget? Wäre es da nicht erst mal nötig, sich zu überlegen, wieviel man für welche Kultur ausgeben will? Bevor man das in Beton giesst?
Lieber Herr Wassermann,
"Dumpfbackig" nenne ich Kommentare, die inhaltlich nichts, aber auch gar nichts 'rüberbringen, sondern einfach nur Schimpftiraden sind. So etwas hat auf dieser Seite bislang nicht stattgefunden. Wer hier etwas liest, konnte auch Erkenntnisse gewinnen.
Zu den nicht vergleichbaren Finanzen für K9 oder Kula: Die Summen, die in diese Einrichtungen fließen, sind zwar nicht unerheblich, aber im Vergleich zu dem, was die Investition KKH bedeutet, eben gering. Zu meinen, durch Streichungen an diesen Zuschüssen die Finanzierung fürs KKH stemmen zu können, wäre verwegen.
Lieber Herr Wallisch,
herzlichen Dank für ihren prompten Kommentar. Dies soll natürlich eine konstruktive Diskussion sein und ich begrüsse ihre Antwort deshalb ausdrücklich.
Sie sagen: "Die Summen, die in diese Einrichtungen fließen, sind zwar nicht unerheblich...".
Da wäre natürlich interessant zu wissen, was "nicht unerheblich" bedeutet. Da Sie vielleicht näher an den Zahlen dran sind, könnten Sie da vielleicht etwas dazu sagen.
Und zu "Dumpfbackig" bleibe ich bei meiner Insinuation: Wie adressieren Sie Menschen, die vielleicht nicht ihrem kulturellem Niveau entsprechen? Aber die auch Bürger dieser Stadt sind, und Steuern zahlen. (Lassen wir mal die Hartz4-Diskussion aussen vor). Und letztlich auch abstimmen.
Viele Grüsse
Ja, noch ein Zitat:
"Das Niveau der Debatte auf dieser Seite ist hoch. Das ist wohltuend und man freut sich, kaum Dumpfbackiges zu lesen, wie andernorts."
Also, wenn mir jemand mit "Niveau" oder "Elite" kommt, dann bin ich schon mal vorsichtig. Und wenn jemand die anderen, die vielleicht einfach einen anderen Ton pflegen, als "dumpfbackig" bezeichnet, dann fliesst da eine, vielleicht sogar leicht naive, Arroganz herüber. Aber vielleicht auch eine kleine Ignoranz. Denn zur Wahl gehen viele. Auch die "Dumpfbacken"...
"Zu meinen, durch Streichungen an diesen Zuschüssen die Finanzierung fürs KKH stemmen zu können, wäre verwegen."
Herr Wallisch, den Satz verstehe ich nicht. Verstehen Sie diesen?
"Zu meinen, durch Streichungen an diesen Zuschüssen fürs KKH die adäquate Finanzierung für Kulturladen, K9, Zeltfestival usw. stemmen zu können, wäre verwegen."
Lieber Herr Wassermann, (heißen Sie so oder ist das Ihr Sternzeichen? Sind Sie überhaupt ein Mann oder müsste ich schreiben Frau Wassermann?)
gestern hatte ich den Haushaltsplan der Stadt nicht parat, heute schon. Also: K9 steht im Doppelhaushalt 09/10 mit 41100 Zuschuss plus 16650 Ausfallgarantie.
Kulturladen hatte 2008 41250 Zuschuss, wollte dann 80000 Zuschuss und bekam 60000 pro Jahr. Deshalb verstehen Sie jetzt vielleicht den Satz, dass wir durch Streichung dieser Zuschüsse nicht die Finanzierung des KKH stemmen können.
Prämisse der Stadt ist es, weder bei Bildung noch bei Kindergärten auf die Kostenbremse zu treten. Bleiben also andere millionenschwere Brocken, die wir möglicherweise schieben müssten. Ich habe da so meine Ideen, und wir werden im GR dann darum ringen müssen.
Natürlich, Ihr Satz ist einfacher: Wir bauen kein KKH und finanzieren dafür "adäquat" K9, Kula und Zeltfestival. Da tun Sie es sich als KKH-Gegner in der Argumentation wesentlich leichter. Dafür zu sein, ist schwerer.
Noch ein Wort zum Dumpfbackigen: Ich bilde mir auf mein "kulturelles Niveau", wie Sie schreiben, nichts ein. Ich habe auch nie von Dumpfbacken geschrieben, sondern von dumpfbackigen Beiträgen. Die mögen auch kulturell sehr hochstehende Personen abgesondert haben, die so etwas aus Spaß am anonymen Polemisieren machen. Ist halt nicht meine Sache. Und Ihre offensichtlich auch nicht.
In diesem Sinne, schönen Sonntag! Und falls Sie Karten für unser Kammerchor-Konzert wollen, rufen Sie mich an, ich steh im Telefonbuch.
Beste Grüße
Hallo Herr Wallisch,
informative und sympathische Antwort!
Bernd Sonneck schreibt hier weiter oben:
„Die Stadt hat es bis heute versäumt, ein Kulturkonzept zu erarbeiten und gemeinsam mit Politik und Kulturschaffenden dieser Stadt zu vereinbaren, auf welches sich ALLE berufen könnten; das war ihr allergrößter Fehler….Das KKH greift tief in das Selbstverständnis der ganzen Stadt ein, ohne gemeinsame kulturelle Basis würde es von ihr nicht akzeptiert.“
Vielleicht stimmen viele Bürger beim Entscheid gar nicht gegen ein Haus, sondern gegen ein Kulturkonzept? Oder gegen diese Art der Kommunikation mit dem Taktstock?
Wie sieht die kulturelle Landschaft unserer Stadt aus? Das Stadttheater mit 95 Planstellen und die Philharmonie mit 71 Planstellen beherrschen das Terrain. Unser Kulturbüro ist mit 2,5 Mitarbeitern besetzt. Weitere Einrichtungen, wie etwa Kulturladen, K9 und andere sind als Vereine tätig, mit den von Ihnen genannten Zuschüssen und sind auf ehrenamtliche Unterstützung und Mitgliederbeiträge angewiesen.
So bekommt also beispielsweise das K9 betragsmäßig etwa 1% der Ausgaben für das Stadttheater.
Überraschenderweise ist bei den Zuschauerzahlen das Verhältnis nicht so kraß. Bei den Literaturtagen, die vom Kulturbüro organisiert wurden, waren immerhin 16.800 Besucher. Der Kulturladen hat 15.000 pro Jahr. Das Stadttheater bringt es auf etwa 110.000, die Philharmonie auf 64.000 (inklusive auswärtiger Gastspiele).
Ist das also der politische Wille? Schließlich wird der Etat ja vom Gemeinderat so abgesegnet. Oder ist da einiges vielleicht historisch so gewachsen, mit allerlei Besitzständen?
Was ich also wahrnehme: Eine starke Vorherrschaft der Intendanten im Vergleich zum Kulturbüro. Die restlichen Einrichtungen schaffen sich in einer Art „Selbsthilfe“ und mit geringer städtischer Unterstützung ihr eigenes Angebot.
Und jetzt soll diese Struktur durch ein Konzerthaus in Beton gegossen werden, also noch verstärkt werden?
Das sind jedenfalls meine Gedanken, und vielleicht auch die Gedanken vieler anderer.
Ich bin übrigens männlich. Ich habe mich zunächst zu dem Pseudonym „Wassermann“ entschieden, weil man sich bei allen Foren, außer diesem hier, gleich als „Fan“ oder „Gegner“ deklarieren muß. Und die private (!) Initiative „Bürger für Konstanz“ läßt gleich gar keine Diskussion zu. Die setzen mehr auf teure Werbekampagnen und Überredung.
Ich hätte ein neutrales Diskussionsforum von der Stadtverwaltung begrüßt. Da es das (noch) nicht gibt, sollten wir uns bei den „Nein zu Klein Venedig“ bedanken, daß sie uns Ihren Raum zur Verfügung stellen...
Aber eigentlich gehört diese Diskussion meiner Meinung nach ganz woanders hin.
Viele Grüsse
Da hätte ich gleich nochmal eine Frage an Herrn Wallisch: wieviel Zuschüsse bekommt die Philharmonie jährlich und hat die Idee was mit der Privatisierung des Krankenhauses zu tun oder vielleicht mit der Privatisierung der Philharmonie?
Die Philharmonie erwirtschaftet ca. 20 % ihres Etats selbst. Die Stadt muss über 2 Millionen Euro zuschießen, vom Land Baden-Württemberg kommen noch ca. 1,7 Millionen dazu (Bilanz 2008). Bereits heute wird jede verkaufte Eintrittskarte ins Orchester mit ca. 40 Euro aus öffentlichen Mitteln bezuschusst.
Könnte also sein, dass dieser Zuschuss in Zukunft dann noch höher sein muss. Wenn die Miete steigt. Oder zahlt die Philharmonie gar keine?
Gibt es überhaupt eine Diskussion zu dieser offensichtlichen Schräglage?
Gibt es auch Zahlen über die öffentlichen Zuschüsse für andere Kultureinrichtungen? Kulturladen, K9, Zebra, Rathausoper, etc.??
Ich weiß zwar nicht was andere Kultureinrichtungen an Zuschüssen erhalten,
kann aber aus erster Hand erzählen, was im Sportbereich (Jugend!!) an Zuschüssen fliesst. 40 000 (kein Verschreiber: vierzigtausend)ehrenamtliche Stunden im
Jugendbereich ,d.h. Betreuung /Training etc von 300-350 Jugendlichen/Kindern von über 40 z.T. gut qualifzierten Personen über einen Zeitraum von 3(drei) Jahren ist in dieser Stadt nicht ganz so viel wert wie z.B. eine von der Öffentlichkeit bezahlte Werbeaktion einer Hamburger Agentur fürs KKH (30000) oder wie ein Konzert unserer Philharmonie (wenn die Karte mit 40 Euro bezuschusst werden sollte, was ich nicht
beurteilen kann). Daneben stellen wir fest, dass wir seit Jahren eine der größten Jugendsportveranstaltung in Konstanz durchführen (Int. C-Junioren-Turnier im Januar in der Schänzlehalle/
Jugendfußball mit 800-1000 Besuchern ),
ohne dass man das Gefühl hat,dass dies bei führenden Köpfen in der Stadt registriert wird( im Gegensatz zum Landrat). Fakt ist, dass viele
Sportvereine (und da trift es die,die
etwas leistungsorientiert denken am meisten) ihre Jugendarbeit nur noch durchführen können, weil es Privat-personen gibt, die neben ihrer Freizeit auch noch ein wenig von ihrem Ersparten opfern und weil es einige Unternehmen in dieser Stadt gibt, die auch diesen Bereich für wichtig ansehen. Wären wir nur auf die Unterstützung der Stadt angewiesen, dann könnten sich einige Leute gedanken machen,wie sie diese 300-350 Jugendlichen sinnvoll beschäftigen.
Salve,
Wassermann, Wasserfrau oder Wasserkind.
Hier auf diesem „Forum“ passieren recht seltsame Dingen. Zur Information der potenziellen Nein-Sager werden kleine Video-Filmchen über den konstanzer Kasperl und über den Kindergarten-Ausflug mit mobilen Straßenschildern vorgeführt. Fast wie im Kinderkanal KIKA!
Aber einen bestimmten Punkt finde ich persönlich schon arg stoßend. Alle haben bisher ihre Beiträge mit ihren Namen gegenzeichnet. Das ist in einem demokratischen und wichtigen Disput wie in diesem Forum ein wichtiger Baustein zur gegenseitigen Anerkennung und Achtung! Sie haben den Roland Wallisch etwas in eine gewisse Ecke drängen wollen, wo er m. E. nicht hingehört. Um Gleichheit zu haben, nennen Sie doch einfach Ihren Namen. Oder möchten Sie als DER Angsthase in diese Abstimmungsgeschichte eingehen?
Da Sie möglicherweise dem R. W. am Niveau gewisse mystische Andeutungen wg. seiner höheren Niveauebene unterschieben beabsichtigten, habe ich darum die Bitte an Ihren Namen etwas niveaugerecht angepasst und zu den o.g. Filmchen in einen niveauangepassten Kinderreim gebracht.
Trübnis und Wirrnis im Wassermanns Wasserglas
Der selbsternannte Wassermann mit Pseudonym,
verbirgt sich etwas listig und wird dadurch anonym.
Seinen Namen kennen nur exklusiv Auserwählte,
womit er elegant den Roland Wallisch etwas quälte.
Damit man kennt den Namen in der Öffentlichkeit,
ermittelt man seine Herkunft mit etwas Heiterkeit.
Den wahren Namen versucht man zu generieren,
im Grimms Wörterbuch, da kann er nicht verlieren.
Am Bodensee gibt’s den Seemann und den Fischer,
den Wasserleiter, diesen ehemals Wasserplitscher,
Wassertrinker, Verweigerer von Rebe und Hopfen,
sowie den Wasserträger, diesen arg armen Tropfen.
Quacksalber könnte er sein, so ein Harnbeschauer,
oder ist es ein menschenähnlich Wasserungeheuer.
Etwa ein unbekannt und wunderlicher Wassergeist,
der gar am Firmamente als elftes Sternenbild kreist.
Lösungsmöglichkeiten gibt es in der Unendlichkeit,
traute sich der Wassermann je in seiner Tapferkeit.
Viel Namen und Begriffe gibt es hier zu ergründen,
seinen Namen, den soll er uns sogleich verkünden.
Hier gibt sich der Wassermann wie ein listig Zorro,
eröffnet er sich nicht, ist er ein ängstlich Burro.
In Erwartung Ihrer Namensnennung verbleibe ich mit freundlichen Grüßen.
Ihr Andreas Dombek.
Ich habe meinen Namen genannt - anonym ist feige - und warte immer noch auf die Antwort, welche millionenschweren Brocken denn nun geschoben werden sollen, um das Kongress- und Parkhaus zu finanzieren und wie die Ideen von Herrn Wallisch so aussehen. Stichwort Krankenhaus und Philharmonie.
Liebe Schwester Gaby,
kann nicht täglich hier auftauchen, will mich aber keineswegs um eine Antwort drücken. Ich denke weder an die Privatisierung der Klinik noch an die Privatisierung der Philharmonie. Aber ich frage mich schon, ob die geplante Brücke am Bahnhof Petershausen wirklich jetzt schon nötig ist, wo für diesen Stadtteil noch kein einziges der neuen Häuser gebaut ist. (Ist meine Privatmeinung!) Mich würde ferner nicht stören, wenn einige Straßenausbauten noch weiter nach hinten geschoben werden.
Ansonsten wünsche ich Euch allen für Samstag ein schönes Konzert im Neuwerk. Ihr könnt ja vorher noch bei der Fête auf Klein-Venedig vorbeischauen.![]()
Lieber Roland Wallisch,
als Mitglied des TUA und der FGL erwarte ich von dir schon etwas mehr Wissen und Sachlichkeit beim Thema Feinstaub. Insbesondere die Schwächeren der Gesellschaft (Kinder, Atemwegkranke und ältere Menschen) sind davon massiv betroffen. An der Bodanstrasse sind wir über dem Limit. Wäre die Messstation permanent dort, hätten wir auch in den letzten Jahren die kritische Zahl der Überschreitungstage erfüllt. Im Übrigen hatten wir in Konstanz 2010 schon 15 Überschreitungen, teils massiv und das bei einer Hintergrundmessstation Zasiusstrasse. Nachzulesen bei Ostluft.ch oder Umweltbundesamt. Selbst die badenwürttemb. LUBA ist schon bei 13 Überschreitungen. Bislang gab es nur einen „Grünen“, der sich zum Thema, mit der Bemerkung „Scheinstaubdebatte“ selbst disqualifiziert hat.
Thema Verkehr: Herr Zweibrücken wie auch die anderen Gutachter zum KKH stellen fest, das ein KKH nur mit Hotel und Parkhaus fußläufig erreichbar, als Muss-Kriterien funktioniert.
Netto 400 Parkplätze + dazu das Lagoparkhausanbau (280 Plätze), also fast eine Verdoppelung des jetzigen Parkangebotes auf Klein-Venedig sollen eine Entlastung der Bodanstrasse bringen!?!? – Hallo!?!?
Klar werden wir einige verkehrszurückbauende Maßnahmen haben, aber die sind doch der aktuellen Situation ohne KKH schon geschuldet. Alles in allem aber Maßnahmen, die hoffentlich verkehrliche Entlastungen bringen aber in relativ wenigen Situationen heutzutage schon geprobt werden.Und gesamtheitlich wird der Verkehr in andere Bereiche wie Laube, Rheinsteig, Spanierstrasse, ect.verlagert. Was wird mit dem Thema Sanierung Niederburg, Thema Stadt links und rechts vom Rhein vom Verkehr entlasten. Soweit reicht dann dein Fernziel nicht mehr. Die Themen sind dann mit KKH auf Standort Klein-Venedig gegessen.
Ein Standort, der in allen Umweltbelangen nur negativ punktet. Neben Verkehr unter anderen auch das Thema Deponie. Ich kann das Argument; das das Landratsamt einer Überbauung positiv gegenübersteht nichts Gewinnendes abnehmen. Saniert oder gesichert wird die Deponie durch das KKH-Projekt überhaupt nicht. Im Gegenteil, das KKH muss gegen die Einflüsse der Deponie teuer geschützt werden (aggressiver Untergrund, Gasführung, Entsorgung ect.). Im Moment wird nur das Deponiewasser/D-Grundwasser auf einem gewissen Niveau gehalten, teils abgepumt und dem Klärwerk zugeführt. Aber das entspricht nur einem nicht genau bezifferten Anteil der kontaminierten Suppe. Der Rest tauscht sich nach wie vor mit dem See aus. Bei Niedrigwasser und Hochwasser im Übrigen komplett.
Nachzulesen in uns allen zugänglichen Gutachten. Vielleicht solltest du dich nicht nur immer mit den vorgelegten Zusammenfassungen begnügen.
Als Grüner ist es für mich ein Grundanliegen, das die Sanierung solcher Deponien an Trinkwasserspeichern, zumindest eine Trennung (Abspuntung) des Geländes ringsherum zum See und den anderen Grundwasserströmen erfolgt.
Zum Thema Finanzen und eventuellen Streichungen (manche nennen es dann auch Schieben auf die St.Nimmerleinsbank), haben wir im letzten Haupt-und Finanzausschuss; schon eine hübsche Diskussionspalette bekommen. Es ging um Kindergärten, Barrierefreiheiten zu Bahngleisen, soziale Stadt Berchen, Schulbauten, Schulhöfe, Straßen, Sternenplatz, und vieles mehr. Einige der KKH-Befürworter hätten ohne Gewissensbisse, diese Listen über Bord gekippt. Sie hatten noch nicht mal bemerkt, das die Verwaltung zwischen einer A- und einer B-Liste unterschieden hatte. Nichts destotrotz werden wir selbst ohne das über allem von der Verwaltung priorisierte KKH auf Klein-Venedig haushaltstechnisch abspecken müssen.
Und du ziehst ein Fazit:O-Ton Roland Wallisch,“lasst uns das Ding (KKH auf klein Venedig) bauen, wenn es erst mal steht, werden alle froh sein, davon bin ich überzeugt.
Und ich sage der Standort Klein-Venedig produziert die ganzen Unwägbarkeiten in puncto Verkehr, Umwelt, Finanzen, Kultur, und vielem mehr, was wir uns bei der FGL mit großer Mehrheit nicht wünschen und in unseren Wahlprogramm beschlossen haben.
Unter anderem auch: >Ein Konzert- und Kongresshaus auf Klein-Venedig lehnen wir wegen der damit verbundenen Finanz- und Verkehrsprobleme ab. Die Entwicklung eines alternativen Konzepts für eine hochwertige Konzert- und Kulturstätte unterstützen wir.-Nachzulesen in unsern Wahlprogramm unter www.fgl-Konstanz.de .
Ich bin mal gespannt, wie du nach deinem Spagat zwischen unseren Programm und deinem persönlichen Favorit deinen Riss im Schritt flicken tust. Es lampert schon etwas peinlich.
Mit sonnigen Grüßen
Günter Beyer-Köhler
Hallo Herr Dombek. Jetzt haben Sie es rausgefunden.Ich bin entdeckt! Ich bin Zorro! Der Rächer der Armen! Wassermann nur ein Tarnname. Aber der Osterhase ist bekanntlich auch kein Angsthase, und seine Eier sind echt. Und der Weihnachtsmann heisst auch nicht wirklich so. Aber es gibt ihn doch! ...
Apropos Kindergarten. Da bin ich bei Ihnen. "Wir machen unsere eigenen Nudeln beim Italiener", und "Wir verkaufen den Wein der Stadt im Kaufladen - ein Euro!" ist doch auch ganz nett. Übrigens meiner Meinung nach tatsächlich alles lebendiger als die schwarz gekleideten Menschen bei den geistigen Konzerten. Oder sollte das "geistlich" heissen?
Es gibt halt viele Farben in einer Stadt, und viele unterschiedlche Gemüter. Das allein wollte ich Herrn Wallisch ans das Herz legen, das er mit Sicherheit hat, keine Frage.
Aber vielmehr würde mich interessieren, was Sie zu den Zahlen sagen, die ich da ins Nest gelegt hab?
Salve,
Zorro. Bin sehr gespannt, ob Sie den Mut haben werden, sich den nächsten Namen der weiteren Reimfolge zulegen getrauen. Da Sie leider wohl weiter Anonymus bleiben werden, gehört kein Mut dazu und man kann sich leichter anonym weiterhin etwas feige verhalten.
Zu Ihrer Frage wg. der Zahlen möchte ich zurückfragen: Welche meinen Sie? Sie haben verschiedene Eierchen ins Körbchen gelegt.
Meine liebste und interessanteste Domäne sind die Bereiche u. a. beim gepl. Bauareal, dem Baugrund, der Bautechnik und das weiteren technischen Umfeldes. Denn bei diesen Bereichen werden die schlimmsten, unwahrhaftigsten, abstrusesten und dessinformierendsten Aussagen in dieser Agiprop bei den Nein-Sagern getätigt!
Da werden Unwahrheiten gesagt, bis sich die (Beton)-Balken biegen. Da werden Horror-Szenarien kreiert, phantasievoll Gefahren beschrieben, andererseits gewisse Gefahrengegebenheiten beiseite geschoben, geflissentlich andere technische Bedenken beiseite geschoben, wenn diese in die eigene Vorstellung halt nicht passen sollten. Denn allumfassendes Wissen über Alles finde ich doch etwas suspekt.
Das Allerschärfste ist jedoch, wenn Geistes-Wissenschaftler durch Aussagen wegen eingebildeten technischen Absonderlichkeiten sich zu Geister-Wissenschaftler mutieren. Tschuldigung, aber soisses!
Das war und ist auch der Vorteil hier in diesem doch recht gutem Forum: Durch die offene Namensnennung konnte man selber die unrichtigen u.a. technischen Aussagen in gewisser Weise gegenüber den Geistes-Wissenschaftlern abmildern und nicht in aller Klarheit und notwendigem Druck reagieren, da man dann wusste: Hier sind echte und elementare Wissenslücken in fremden Bereichen und Gewerken.
Fazit: Die großen Meister des Wortgefechts, dass sind sie sicherlich, leider aber nicht einmal Lehrlinge in der Technik.
Gut, dann weiß ich ja Bescheid. Keine Krankenhausprivatisierungspläne bei der FGL!?!
Leider kann ich nicht am Samstag auf Euer Fest kommen. Wir sind ab 12 Uhr im Neuwerk zum Aufbauen und Soundchecken. Es ist zwar nur ein kleines Konzert, aber sowas dauert. Im neuen Kongress- und Parkhaus soll das ja ruckzuck gehen - sogar am selben Tag Kongress und Konzert mit allem Pipapo. Respekt!
Heute haben wir übrigens die "Gestattung" von der Stadt für die Veranstaltung im Neuwerk bekommen. Wir dürfen jetzt sogar offiziell Bier und Wein ausschenken, um 1.00 Uhr muß Schluß sein und jede Stunde muß eine Lärmmessung vorgenommen und protokolliert werden. Aber wir werden viele sein und unseren Spaß haben!
ich finde keine Kommentarfunktion zu Ihrer neuesten Pressemitteilung Nr.4, daher bleibt mir nichts anderes übrig als hier darauf einzugehen.
1) Flächenversiegelung: Bebauung und Versiegelung sind zweierlei. Die 14 Prozent sind korrekt, mehr wird nicht verbaut. Ihre Rechnung hat aber einen Fehler: Sie berücksichtigt nicht jene Fläche, die jetzt schon versiegelt ist (Busparkplatz und anderer Parkplatz). Gestern beim Bürgerfest war zu sehen, wo gebaut wird, und wo wahrscheinlich versiegelt wird. Nur ist Versiegelung und Versiegelung nicht das Gleiche: Es ist sinnvoll, wenn belasteter Boden versiegelt wird. Damit ist Konstanz auch bisher schon gut gefahren, siehe Schänzle. Zweitens: Die versiegelten Flächen im Vorplatz des KKH sind ja durchaus nutzbare Flächen, mithin Freiraum. Dort wird Leben sein, dessen bin ich mir sicher. Bregenz zeigt genau dieses. Luzern auch. Und bitte: Wo sind die vielen Menschen, die heute Klein-Venedig nutzen? Die gehen, wenn überhaupt, am Ufer entlang, manche sogar entlang der Kunstgrenze. Beides bliebe erhalten.
2) Finanzen: Der heikelste Punkt, gebe ich gerne zu. Aber ist es nicht so, dass man der Politik immer vorgeworfen hat, das Geld zum Fenster hinauszuwerfen, wenn es grad gut zur Verfügung steht und dann kein Geld für schlechtere Zeiten zu haben? In Konstanz hat man das eben besser gemacht: Man hat in besseren Zeiten Schulden abgebaut, um Polster für Zeiten wie diese zu haben, um dann Arbeit zu schaffen, wenn sie den Privaten gerade ein bisschen ausgeht. Weil eines ist klar: Den vollen Betrag für ein KKH werden wir nie auf der Seite haben. Es wird immer um Prioritäten gehen, die wir bei den Haushaltsberatungen setzen.
3) Verkehr: Es geht doch langfristig darum, den Autoverkehr zu reduzieren zugunsten von Rad-, Bus- und Fußgängerverkehren. Und zwar nicht nur auf Konzilstraße, Bahnhofplatz und Bodanstraße, sondern auf dem gesamten Altstadtring. Die Begegnungszone am Bahnhof ist ein erster Schritt, weitere müssen folgen und ich bin sicher, sie werden folgen. Wer auf Rheinsteig und Laube 30 statt 50 fährt, verliert rechnerisch 60 Sekunden. Praktisch wahrscheinlich noch weniger, weil man sich mit Tempo 30 die meisten Ampeln sparen kann. Verkehrspolitik endet übrigens nicht an den Toren der Altstadt, sie betrifft die ganze Stadt. Die Entlastung der Altstadt beginnt damit, dass man P+R wesentlich attraktiver macht. Da ist noch viel zu tun. Bitte helfen Sie uns! Eine City-Maut steht im Wahlprogramm der Grünen, vielleicht lässt sich dafür mal eine Mehrheit gewinnen.
4)Arbeitsplätze: Auf den Hotelbetreiber braucht man überhaupt nicht zu schielen, wenn es ums KKH geht. Denn es ist ganz einfach: Ohne Hotelbetreiber wird auch nicht gebaut, das Hotel ist Bestandteil des Vertrags mit dem Generalunternehmer. Reisch hat aber gesagt, dass für den Zuschlag eines Hotelbetreibers in der Tat der Bürgerentscheid abgewartet werden müsste. Also: Wer mit nein stimmen will, weil er sicher ist, es werde kein Hotelbetreiber gefunden, der kann auch mit Ja stimmen, denn ohne Hotel wird auch kein KKH gebaut.
Was das Kongressgeschäft angeht, da bin ich sicher, dass Konstanz mit seiner Lage an See und Altstadt eine reelle Chance hat. Vielleicht ist es nicht vermessen zu glauben, dass diese Krise auch einmal vorüber ist.
5)Was anderes: Euer Konzert gestern Abend. Mir hat das musikalisch gefallen. Die Botschaften habe ich natürlich auch gehört. Bin nun froh, dass Dr. Günther Schäfer auch ein Plädoyer für die Philharmonie abgegeben hat. Vor einem Jahr hatte er bei der Diskussion des Wahlprogramms der FGL noch einen Antrag unterstützt, der die Abschaffung der Philharmonie vorsah. Der Antrag hatte bei den Grünen zum Glück keine Mehrheit gefunden.
Kleine Bemerkung zu Punkt 2. (Finanzen) der Ausführungen von Herrn Wallisch.
Richtig ist: Es wurde gespart. Richtig ist aber auch: Es wurde nicht unbedingt an den richtigen Stellen gespart. Dazu empfehle ich die nochmalige Durchsicht der Haushaltszahlen der letzten Jahre (z.B. Veränderung der Zuschüsse). Es wurde so gespart, dass heute ein Teil unserer Kinder unter zehn Jahren im Winter keinen Hallenplatz mehr bekommt, um ihrem Sport nachzugehen. Und wenn die Information richtig ist, die heute im Online-Teil des SK als Kommentar geschrieben wurde, trifft dies auch auf Behinderte zu.
Ob sich das in Zukunft mit einem KKH ändert wage ich doch stark zu bezweifeln. "Gestrichen wird nichts, nur die Prioritäten werden neu festgesetzt", d.h. für mich, dass der oben genannte Zustand (auch ein sog. Alleinstellungsmerkmal!) auch in den nächsten zehn Jahren Bestand hat.
Roland Wallisch schrieb:
"In Konstanz hat man das eben besser gemacht: Man hat in besseren Zeiten Schulden abgebaut, um Polster für Zeiten wie diese zu haben,..."
Das ist richtig. Konstanz hat zwischen 2000 und 2010 ca. 6 Millionen Euro Schulden abgebaut. Das ergibt eine jährliche Netto-Tilgung von 600.000 Euro. Nach den Finanzdaten der Stadtverwaltung müssen sich die Stadt oder ihre Töchter 52 Millionen Euro vom Kapitalmarkt für das Kongresshaus leihen. Unterstellt diese Verschuldung wird im Tempo der letzten zehn Jahre abgebaut: wie lange müssen wir und unsere Kinder Zins und Tilgung bezahlen?
Bitte versuchen Sie, sich in Ihren Kommentaren auf Inhalte dieser Webseiten zu konzentrieren und uns Ihre persönlichen Mitteilungen per E-Mail zukommen zu lassen an: info@nein-zu-klein-venedig.de
Liebe KKH-Gegner,
ich habe in diesem Forum schon mal geschrieben und bin noch immer ... Befürworter.
Ich möchte nur kurz Stellung zu Ihrer Plakat-Initiative nehmen. Manche Formulierungen regen sicher zum Denken an, andere empfinde ich eher als selbstdisqualifizierend.
"Ja sagen, lieber selber denken" suggeriert, die Befürworter seien willenlose Marionetten... .Sachlich bleiben kommt sicher besser an.
Bis dahin, Andreas Waltner
Liebe Schwester Gaby, lieber Bernd Sonneck und alle anderen,
Ihr habt klar gewonnen. Glückwunsch. Ich habe gekämpft und klar verloren. Das Leben geht weiter. Bedanke mich für die weitgehend sachliche Diskussion auf diesem Forum.
Werde mich mit der Musik trösten und lade Euch alle ein, den tröstlichen Gesängen beizuwohnen: Am kommenden Sonntag um 17 Uhr in der Stephanskirche mit Bachs Motette "Jesu meine Freude" und mit der deutschen Erstaufführung der "Seven Last Words from the Cross" des Schotten James MacMillan. (Nähere Infos: www.konstanzerkammerchor.de)
Bis dann!


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